Wie wird Vegane Mode produziert

veröffentlicht am 26. Juni 2017 in Allgemein von

Veganer verzichten komplett auf Produkte, die von Tieren stammen. Hierzu gehören vor allem Lebensmittel, aber auch Gegenstände und Kleidung. Die meisten entscheiden sich aus ökologischen, ethischen und gesundheitlichen Gründen dazu, vegan zu leben. Immer mehr Menschen schließen sich dieser Lebensform an. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Geschäfte, in denen man rein Vegane Mode kaufen kann. Doch was genau bedeutet eigentlich Vegane Mode? Damit Klamotten als vegan bezeichnet werden dürfen, müssen sie selbstverständlich komplett ohne tierische Produkte auskommen. Selbst wenn die Klamotten mit „Öko“ bzw. „Bio“ Schildern ausgzeichnet sind, bedeutet das keinesfalls, dass diese auch tierfrei sind.

Doch welche Bestandteile von Tieren kommen eigentlich in unserer Kleidung vor? Das bekannteste Produkt ist natürlich das Leder. Viele Menschen sind der Meinung, dass dieses nur ein Nebenprodukt der Fleischindustrie ist. Die traurige Wahrheit ist allerdings, dass weltweit rund 40 Prozent der Schlachtungen nur aufgrund der Lederindustrie durchgeführt werden. Doch auch der bei vielen verpönte Pelz wird nach wie vor gerne gekauft. Dieser wird aus Tieren mit sehr dichten Fell gefertigt. Die Tiere werden unter unmöglichen Umständen gehalten und oftmals bei lebendigem Leib gehäutet. Doch auch für Wolle müssen die Tiere Qualen erleiden. Die meiste Wolle kommt von Merinoschafen aus Australien. Dieser erleiden meist schon bei der Schur Verletzungen. Den Schafen wird beim sogenannten Mulesing das Fleisch rund um den Schwanz abgeschnitten – ganz ohne Betäubung! Die Schafe müssen diese Schmerzen ertragen, da der Mensch dadurch Fliegenbefall vermeiden möchte. Dieser ist allerdings erst durch die extreme Züchtung entstanden. Doch auch für die beliebte Seide müssen Tiere leiden. Die Seide wird von Seidenraupen produziert. Für eine einzige Bluse werden circa 2500 Raupen bei lebendigem Leib mit kochendem Wasser verbrüht. Was viele gar nicht wissen ist, dass meist sogar der Klebstoff für Schuhe oder Taschen aus tierischen Komponenten besteht. Leider gibt es hierfür keine Kennzeichnungspflicht.

Wer sich also für den Tierschutz einsetzen möchte, sollte unbedingt auf vegane Kleidung umsteigen. Je mehr Menschen dies tun, desto besser ist es für die gesamte Welt. Vegane Hersteller verwenden statt der tierischen Bestandteile z.B. Baumwolle. Hierfür werden die Samen der Kapselfrucht gepflückt und zu Garn verarbeitet. Eine weitere Variante ist die Verwendung von Hanf. Dieser wächst sogar ohne den gebrauch von Pestiziden. Als eine der ältesten angebauten Textilfasern werden auch gerne Leinen verendet. Dieser Stoff ist äußerst reißfest und komplett biologisch abbaubar. Es kann auch Sojaseide, Viskose, Polyester, Kork oder Kunstleder verwendet werden, um vegane Klamotten herstellen zu können.

Gut zu wissen ist außerdem, dass sich die meisten veganen Labels für Nachhaltigkeit und selbstverständlich für Tierschutz einsetzen. In den meisten Fällen, wird die Mode auch unter fairtrade Bedingungen hergestellt. Somit fällt die Ausbeutung von Menschen weg und die Welt wird Stück für Stück zu etwas besserem gemacht. Wer sich also auch für Nachhaltigkeit, Tierschutz und fairtrade stark machen möchte, sollte unbedingt vegane Kleidung kaufen. Die Ausbeutung von Menschen und Tieren darf nicht länger unterstützt werden


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